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Über 3000 Patienten sollen in die neuen Studien mit einbezogen werden. © Lalith_Herath / iStock / Thinkstock

Deutsche Forschungsgemeinschaft: Weitere klinische Studien bewilligt

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert sechs neue Klinische Studien. Dies beschloss der Senat im Rahmen seiner Dezembersitzung. Bereits im Juni dieses Jahres waren vier weitere Klinische Studien vom Senat bewilligt worden. Die thematischen Schwerpunkte der zehn Beiträge zur medizinischen Forschung umspannen die Fachgebiete Chirurgie, Nephrologie, Gastroenterologie, Augen- und Zahnheilkunde, Krankenhaushygiene und Psychotherapie.

In den Studien werden zum Beispiel neue therapeutische Verfahren bei Speiseröhrenkrebs und akutem Nierenversagen, die Rolle von Cannabis bei der Bewältigung von Tic-Störungen sowie die Behandlung von Adipositas untersucht. Über 3000 Patientinnen und Patienten sollen einbezogen werden.

Das Programm Klinische Studien der DFG ermöglicht es, sich aktuellen und drängenden Fragen in der patientenorientierten Klinischen Forschung zu widmen und diese im Rahmen einer kontrollierten, interventionellen Klinischen Studie zu bearbeiten.

Bei allen geförderten Studien handelt es sich um prospektive und konfirmatorische Studien zu neuartigen Verfahren, wozu auch Therapiestudien, einschließlich pharmakologischer Studien, sowie Prognosestudien und Diagnosestudien der Phasen II–IV zählen.

Die zehn Studien werden mit insgesamt 13,1 Millionen Euro zunächst drei Jahre lang gefördert. Insgesamt konnte die DFG im Programm Klinische Studien bereits über 80 Studien bewilligen.

Die Themen im Einzelnen
  • Privatdozent Dr. Christian Bojarski, Charité – Universitätsmedizin Berlin
    Prospektive doppelblinde Studie zur Diagnostik der Weizensensitivität mittels konfokaler Laserendomikroskopie bei Patienten mit Reizdarmsyndrom
  • Professor Dr. Iris F. Chaberny, Universitätsklinikum Leipzig
    Effekt der täglichen Waschung von Patienten mit Octenidin-getränkten Waschtüchern auf Krankenhausinfektionen in Intensivstationen  
  • Professor Dr. Sascha Fauser, Uniklinik Köln
    Prophylaktische intraoperative adjuvante Therapie mit 5-Fluorouracil und Heparin zur Prävention der proliferativen Vitreoretinopathie (PVR) in Hochrisikopatienten mit primärer rhegmatogener Netzhautablösung
  • Professor Dr. Petra Christine Gierthmühlen, Universitätsklinikum Freiburg
    CAD/CAM komposit versus keramische minimalinvasive therapeutische Intervention bei ausgeprägten nicht kariösen Läsionen: Klinische Bewährung und Verbesserung der Lebensqualität
  • Privatdozent Dr. Albrecht Hoffmeister, Universitätsklinikum Leipzig
    Multizentrische, randomisierte, kontrollierte Studie zum Vergleich des Gewichtsverlusts mit einem endoskopischen Dünndarmbypass versus Magenballon versus einer Scheinintervention
  • Professor Dr. Ulrich T. Hopt, Universitätsklinikum Freiburg
    Perioperative Chemotherapie im Vergleich zu neoadjuvanter Radiochemotherapie bei Patienten mit einem Adenokarzinom des Ösophagus
  • Professor Dr. Kirsten Müller-Vahl, Medizinische Hochschule Hannover
    Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie zum Nachweis der Wirksamkeit und Sicherheit des Cannabisextrakts Nabiximols in der Behandlung von Erwachsenen mit chronischen Tic-Störungen
  • Professor Dr. Christian Plewnia, Universitätsklinikum Tübingen
    Behandlung auditorischer Halluzinationen bei Schizophrenie mit bilateraler Theta Burst Stimulation
  • Professor Dr. Thomas Seufferlein, Universitätsklinikum Ulm
    Allogene Mikrobiota-Rekonstitution zur Behandlung von Patienten mit Diarrhoe-prädominantem Reizdarmsyndrom (AMIRA-Studie)
  • Professor Dr. Alexander Zarbock, Universitätsklinikum Münster
    Regionale Citrat- versus systemische Heparin-Antikoagulation für das kontinuierliche Nierenersatzverfahren bei kritisch kranken Patienten mit akuter Nierenschädigung (RICH-Trial)

QuelleDeutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

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