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Grippe kann mit erheblichen Komplikationen einhergehen. © AlexRaths / iStock / Thinkstock

Grippeschutzimpfung: Jährlich im Herbst auffrischen

Starkes Krankheitsgefühl, Abgeschlagenheit, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen – bei wem solche Symptome plötzlich auftreten, der hat sich vermutlich mit Grippe angesteckt. Der TÜV Rheinland weist darauf hin, dass der Impfschutz jedes Jahr wiederholt werden sollte.

„Im Gegensatz zu einer normalen Erkältung verläuft eine Grippe häufig sehr viel schwerer. Sie kann mit gravierenden Komplikationen, wie einer Lungenentzündung, einhergehen“, erklärt Dr. Wiete Schramm, Gesundheitsexpertin bei TÜV Rheinland. Der Grippevirus überträgt sich durch Tröpfcheninfektion leicht.

Wirksamen Schutz gegen Influenzaviren bietet eine jährliche Grippeschutzimpfung. Zwei bis drei Wochen später verfügt der Körper über schützende Antikörper. Die Impfung muss jedes Jahr im Herbst wiederholt werden. Denn der Schutz hält nur neun bis zwölf Monate an und die Erreger verändern sich. Der Impfstoff wird jährlich an die aktuell verbreiteten Virusarten angepasst.

Ab dem 60. Lebensjahr immer impfen lassen

Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts rät allen Personen ab dem 60. Lebensjahr zu einer Grippeschutzimpfung, besonders wenn sie in einem Alten- oder Pflegeheim leben. „Bei jüngeren Menschen gibt es Personengruppen, die sich in jedem Fall impfen lassen sollten“, empfiehlt Dr. Schramm.

Dazu gehören Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit chronischen Krankheiten wie Asthma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Leber- und Nierenleiden, Diabetes mellitus oder anderen Stoffwechselstörungen.

Gleiches gilt für Menschen mit chronischen neurologischen Krankheiten wie Multiple Sklerose, Personen mit geschwächtem Immunsystem oder einer HIV-Infektion und Schwangere ab dem zweiten Trimenon, die infolge eines Grundleidens ab dem ersten Trimenon gefährdet sind. Berufsgruppen mit hoher Ansteckungsgefahr – wie medizinisches Personal oder Mitarbeiter in Kindergärten und Behörden – schützt die Impfung ebenfalls.

Mit wenig Nebenwirkungen zu rechnen

Die meisten Menschen vertragen den Impfstoff gut. Ein bis drei Tage nach der Impfung können leichte Schmerzen, Rötungen und Schwellungen an der Impfstelle auftreten. Vereinzelt kommt es vorübergehend zu Symptomen wie Fieber, Frösteln, Übelkeit, Unwohlsein, Müdigkeit, Schwitzen, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen. „Alle Nebenwirkungen klingen in der Regel rasch und folgenlos wieder ab“, so Dr. Schramm.

Quelle: TÜV Rheinland

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