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Visualisierung des Neubaus am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München/Campus Innenstadt. © Klinikum der Universität München

Neubau: Universitätsklinik München

Die LMU-Universitätsmedizin bekommt im Herzen Münchens eine neue Klinik: Bis 2020 wird am Campus Innenstadt des Klinikums der Universität München eine neue interdisziplinäre Klinik errichtet, ein modernes Zentrum für Spitzenmedizin in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie, Nothilfe und Geburtsmedizin.

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Modell für den Klinikneubau. © Klinikum der Universität München

Der Neubau der Klinik an der Ziemssenstraße ist ein elementarer Baustein für den Erhalt und die Neugestaltung der universitären Patientenversorgung und Studentenausbildung am Campus Innenstadt des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU).

Durch die Bündelung von Kompetenzen entsteht mit 12.400 Quadratmetern Nutzfläche ein modernes interdisziplinäres Zentrum in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie, Nothilfe und Geburtsmedizin. Der Baubeginn startet Ende Oktober 2015.

„Mit dem Klinikneubau an der Ziemssenstraße bauen wir die universitäre Spitzenmedizin in der Innenstadt weiter aus, indem wir den Standort weg von einer räumlich getrennten Medizin in einzelnen Gebäuden hin zu einem interdisziplinären Zentrum neu ausrichten, ähnlich wie beim neuen Operationszentrum in Großhadern, wo sich Mediziner verschiedener Fachrichtungen der Patientenversorgung widmen“, erklärt Prof. Karl-Walter Jauch, Ärztlicher Direktor am Klinikum der LMU. Der interdisziplinäre Ansatz kommt einer patientennahen Versorgung in der Innenstadt zugute.

Das Klinikum der Universität München als Bauherr

Für das Projekt wurde ein Wettbewerb ausgelobt. Mit dem ersten Preis hat das Architekturbüro Ludes Generalplaner GmbH den Auftrag erhalten. Anders als beim geplanten Neubau am Campus Großhadern, ist das Klinikum der Universität München beim Neubau in der Ziemssenstraße selbst Bauherr:

„Bei der Finanzierung dieser Baumaßnahme mit knapp 98 Millionen Euro Baukosten gehen wir insofern neue Wege in Bayern, als dass der Freistaat mit 33 Millionen Euro lediglich knapp ein Drittel über die sonst zuständige Budgetposition, die Anlage S finanziert. Das Klinikum steuert die restlichen 65 Millionen Euro über eigene Rücklagen bei“, sagt Gerd Koslowski, Kaufmännischer Direktor am Klinikum der LMU.

Perspektiven und Schwerpunkte

Der Haupteingang wird in einem Verbindungsbau zwischen Alt- und Neubau angesiedelt. An diesem zentralen Ort befinden sich der Empfang für Patienten und Besucher sowie alle Serviceeinrichtungen. Des Weiteren werden die interdisziplinäre Notaufnahme mit Schockraum, Herzkatheter und Aufnahmestation sowie verschiedene Diagnostikbereiche im Erdgeschoss untergebracht.

In den Ambulanzen, Tageskliniken und Bettenstationen arbeiten auf insgesamt vier Etagen die Spezialisten in den Bereichen Herz-Lungen-Gefäß-Krankheiten, Hormon- und Bauchkrankheiten, Infektions- und Rheumaerkrankungen, Krebsmedizin sowie Geburtshilfe und Altersmedizin (Geriatrie) zusammen.

„Unsere Schwerpunkte liegen hier unter anderem auch auf den seltenen Erkrankungen: In der Endokrinologie ist dies z.B. die europaweit größte Spezialambulanz für hormonell bedingten Bluthochdruck. Die Nephrologie ist spezialisiert auf vererbbare Nierenerkrankungen, die Rheumatologie auf seltene Funktionsstörungen des Immunsystems. Und die Infektiologie betreut eine große Zahl von HIV-Patienten“, sagt Prof. Martin Reincke, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik IV am Klinikum der LMU.

Patientenzimmer werden zu Forschungsräumen

Der Neubau wird direkt angebunden an die denkmalgeschützte Medizinische Klinik in der Ziemssenstraße (Altbau). Nach Fertigstellung der neuen Uniklinik an der Ecke Ziemssen-/Nußbaum-straße wird ab 2021 der Altbau saniert.

Die sogenannte Nordspange, die dem Neubau angrenzt, wird zum einen tagesklinische Bereiche wie zum Beispiel Dialyse, Diabetesschulung oder Chemotherapie, und zum anderen Büro-, Besprechungs- und Schlafräume für das Personal sowie eine Kantine beherbergen. Die bereits 1772 geweihte Klinikkirche St. Maximilian bildet weiterhin einen Ort der Besinnung und Ruhe für Patienten, Besucher und Mitarbeiter.

Die ehemaligen Patientenzimmer der „Ziemssenstraße“ werden zu Räumen für patientennahe Forschung und Lehre umgebaut. Die bereits in der Pettenkoferstraße eröffnete Lehrklinik, in der die Medizinstudenten der LMU im geschützten Umfeld üben können, wird durch die Unterrichtsräume in der neuen interdisziplinären Klinik sinnvoll ergänzt.

In Forschungsambulanzen bekommen die Münchener Bürger im Stadtzentrum Zugang zu modernsten Diagnoseverfahren und innovativen Therapien, die am Klinikum der Universität entwickelt und erforscht werden.

Die Architektur von Altbau und Neubau verbindet damit die über 200-jährige Geschichte der „Ziemssenstraße“ als Ort der Menschlichkeit und naturwissenschaftlich orientierten Medizin mit den Erfordernissen einer Universitätsklinik des 21. Jahrhunderts im Herzen der Stadt.

Quelle: Klinikum der Universität München

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